22
Apr
2013

Von einer Rot/Grün-Schwäche zum Nihilsismus - Teil 1

Ich habe eine Sehschwäche.
Vor einer Ewigkeit habe ich bei einem routinemäßigen Augenarztbesuch auf einer Tafel eine Zahl nicht ablesen können, woraus mein Augenarzt eine leichte Rot/Grün-Schwäche diagnostizierte. Das hieß für einen elfjährigen nur das er nicht Pilot werden könne, und mehr Gedanken hatte ich mir damals nie darüber gemacht.
Das änderte sich, eine Ewigkeit später, als ich eines Abends mit mehreren Freunden in einer Bar war. Zu dem Gespräch, ich kann mich nicht mehr erinnern worum es ging, könnte ich nicht viel beisteuern, und als ich meinen Blick gelangweilt durch die Bar schweifen lies blieb er an einer Flagge hängen, die wegen der gerade stattfindenden Fußball-WM das Lokal schmückte. Ich starrte den roten Balken an.
Und da kam ich auf den Gedanken, der noch solche Bedeutung für mich entwickeln würde:
Wie die anderen das Rot wohl wahrnehmen..?
Diese Frage bildete den Anfang eines mit der Zeit immer komplexer werdenden, aber dennoch in sich primitiven Gedankengebildes.
Dieser Streifen Stoff ist Rot, keine Frage.
Aber welcher Rot-Ton ist nun der richtige? Der reale? Der, den ich wahrnehme, oder, den meine Freunde wahrnehmen? Und wenn der, den meine Freunde wahrnehmen der echte, der reale ist, was sehe ich dann?
Dieses rote Stück Stoff brachte eine Lawine in meinem Kopf zum rollen...
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